Jollentörn 2009
Mit dem traditionellen Treffen vorm Aldi in Lemmer begann der „Höllentörn“ 2009. Voller Vorfreude auf die nächsten Tage kauften wir den halben Laden leer und begaben uns zum eigentlichen Startpunkt Heeg.
Das Wetter für das Fronleichnam-Wochenende war als äußerst durchwachsen gemeldet, aber die Hoffnung auf brauchbare Segelverhältnisse wurde nicht enttäuscht. Nur am ersten Abend zeigte sich, wie man dem Wetter auf so einem „Camping“-Urlaub wirklich ausgesetzt sein kann. Undichtes Zelt, Regen der am Mast bis unter die Persenning tropft, alles nass….. schönen Dank….
Doch zum Glück war die erste Nacht die einzige dieser Art. Bei steifem Wind durchquerten wir am ersten Morgen das Heeger-Meer, um bei de Kuilart in Koudum die erste, aber bei weitem nicht letzte Patat Speciaal dieses Törns zu uns zu nehmen.
Durch den Amazonas ähnlichen Kanal am Ende des Oordens ging es nach Balk, wo wir unsere Zelte für die Nacht aufschlugen. Bei einem wunderschönen Lagerfeuer mit Brennholz, das wir Tags zuvor bei einer Aachener Reisegruppe erworben hatten, grillten wir unser Luxus-Grill-Fleisch. Eigentlich war angedacht, dass dieses für zwei Abende reichen sollte, aber wir hatten den ganzen Törn was davon.
Am Freitagmorgen begrüßte uns die Sonne, die uns dann bis zum Ende nicht mehr verließ (außer manchmal nachts). Bei wiederum steifer Brise hieß das Ziel an diesem Tag Joure, wo wir auch schon letztes Jahr eine Nacht verbracht hatten. Trotz der Ausstattung mit Funkgeräten in diesem Jahr und ausgiebiger Skipperbesprechung wählten zwei Boote einen anderen Weg dorthin, so dass dieser Segeltag in zweier Grüppchen verbracht wurde. Den beiden Crews, die den kürzeren Weg gewählt hatten konnte man abends durchaus anmerken, dass sie nicht so viel segeln mussten.
Am Samstag flaute der Wind deutlich ab, dafür war es auf einmal extrem heiß. Bei einem Zwischenstopp in Sneek wurde nachgebunkert und der Patat-Pegel wieder auf Normal-Niveau gebracht. Beim Durchfahren der Stadt wurde aus Versehen die Route gewählt, bei der die Brücken nur 50 cm hoch sind. Aber kein Problem. Mit 17 Leuten an Bord und gelegtem Mast haben Polyfalken nur eine Höhe von 49,9 cm, also noch Luft nach oben. Auf dem Weg zu unserem letzten Ziel, die kleine Insel vor Heeg, wagten sich sogar einige in das doch etwas frische Wasser um zu schwimmen.
Beim letzten Lagerfeuer mit selbstgeschlagenem Holz grillten wir die letzten Stücke Fleisch und Thomas kochte eine vorzügliche Bolognese mit Nudeln auf dem Gaskocher. Dabei ließen wir den Törn Revue passieren.
Bedanken möchte ich mich vor allem bei „Juppe“ Rösing, der unsere 't Bokeltje vor der Saison wieder in einen Top-Zustand gebracht hat, so dass diese keine Probleme hatte mit den anderen drei Falken mitzuhalten, zudem, dass er sie heil wieder nach Hause gebracht hat. Auf dem Heimweg ist ihm bei Appeldoorn frühzeitig ein Radlagerschaden am Trailer von 't Bokeltje aufgefallen. Der Trailer musste zwar vom ADAC in eine Werkstatt gebracht werden, aber besser so, als wenn Trailer und Auto falsch herum auf der Autobahn liegen.
Bis auf dieses kleine Malheur am Ende war es wieder eine großartige Tour mit toller Gemeinschaft und Zusammenhalt.
Ich für meinen Teil freue mich schon wieder auf nächstes Jahr.
Mattes














