Bocholter Yachtclub erstmals in der Geschichte der Segelbundesliga auf Podestplatz - 2. Spieltag der 2.Segelbundesliga in Konstanz

Geduldspiel in Deutscher Segel-Bundesliga

Das Team des Bocholter Yachtclub in Konstanz, v.l.n.r. Thorsten Willemsen, Petra Dege, Johannes Rösing, Andreas Hengstermann

 

Laue Bedingungen in Konstanz: Am zweiten Spieltag der Deutschen Segel-Bundesliga (17. bis 19. Mai) beim Konstanzer Yacht Club forderte der fehlende Wind die Geduld der besten 36 Segel-Clubs Deutschlands erbarmungslos heraus. Sommer, Sonne, Sonnenschein – nur wo war der Wind? Freitag und Samstag passierte nicht viel bei der Deutschen Segel-Bundesliga am Bodensee, erst am heutigen Sonntag absolvierten die Segel-Clubs der 1. und 2. Segel-Bundesliga den Großteil ihrer Rennen.


 

In der 1. Segel-Bundesliga gewinnt der Deutsche Meister aus Hamburg, der Norddeutsche Regatta Verein (NRV). In der 2. Segel-Bundesliga siegt bei schwierigen Leichtwindbedingungen zwischen 3-9 Knoten Wind ONEKIEL und der Bocholter Yachtclub segelt mit Rang 3 aufs Sieger-Podest punktgleich mit dem Zweitplatzierten, dem Lübecker Yachtclub. Erstmals in der Segelbundesligageschichte ist dieses einem Bocholter Segelverein gelungen. „Wir haben Bocholt neben Hamburg (NRV) Bremen (Hemelingen) München (BYC) Kiel und Lübeck auf die deutsche Segellandkarte platziert!“, so Johannes Rösing euphorisch bei der Siegerehrung der Bundesligisten. Und Petra Dege fügt an … „und haben damit vor allem einen guten Schritt in Richtung unseres Ziels, dem Klassenerhalt, getan.“

 



Die BOH-YC Crew für das Event in Konstanz wurde gebildet durch Thorsten Willemsen am Ruder, Petra Dege am Gennacker, Andreas Hengstermann an der Fock und Johannes Rösing Vorschiff. „Das waren die Windbedingungen, wie bei uns am Aasee. Diese Verhältnisse, die wir auch gut aus unseren Trainings mit unsern Freunden vom WSV Giesbeck (NL) kennen, kamen uns sehr entgegen“, sagte Andreas Hengstermann und Thorsten Willemsen ergänzt auf die Frage, was der Schlüssel für den Erfolg an diesem Wochenende war: „Man musste den wenigen Wind sehr präzise lesen, Dreher früh erkennen, mitnehmen und vorausschauend taktieren .“ 
Aber wenn man die Livestreams der Rennen im Detail analysiert, fällt auch auf, dass insbesondere die präzise Trimmarbeit an Bord den Ausschlag gegeben hat. In den Races hatte die BOH-YC Crew auf der Kreuz meistens den höchsten Bootsspeed und gleiches galt für beinahe alle Downwindgänge unter Gennacker. Hier ergaben sich dann tolle Platzierungskämpfe, die die Crew ein ums andere Mal für sich entscheiden konnte.

Wie eng es auch bei diesem zweiten Spieltag zuging, zeigen die Detailergebnisse. So lagen in der Regel die ersten drei Plätze nur wenige Sekunden auseinander. Auch der BOH-YC gewann den letzten Lauf im Fotofinish, mit nur 1 Sekunde Vorsprung.

 

Vom 23. bis 25. August geht es für den Bocholter Yachtclub mit dem dritten Bundesliga-Spieltag in Berlin auf dem Wannsee weiter.

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