Starker Einstand in der 1. Segelbundesliga – BOH-YC auf Rang 9 beim Saisonauftakt am Starnberger See
Starnberg, 19. April 2026 – Bei wechselhaften Bedingungen mit Frühlingssonne, Flaute und Gewitterschauern fand der erste Spieltag der Deutschen Segelbundesliga auf dem Starnberger See statt. Der Bocholter Yachtclub (BOH-YC) beendete seinen ersten Spieltag überhaupt in der 1. Segelbundesliga mit einem starken neunten Platz, holte sich einen Laufsieg und positionierte sich damit als bester Aufsteiger in der Tabelle.
Jennifer Jost (Vorschiff), Johannes Rösing (Trimm), Michael Tenbensel (Taktik) und Kolja Paus (Ruder), bildeten die Crew des BOH-YC. An Land begleitete Coach Andreas Hengstermann das Team, der die Mannschaft bereits über den gesamten Winter in den Trainingseinheiten unter der Woche und am Wochenende vom Motorboot aus gecoacht hatte.
Ein Spieltag der Segel-Bundesliga streckt sich über drei Tage. In Flights zu je sechs Booten segeln die Teams gegeneinander. Der Freitag startete mit Frühlingssonne und nur leichten, stark drehenden Winden, Bedingungen, die den 36 teilnehmenden Teams der 1. und 2. Segelbundesliga eine laufende Neubewertung der Lage abverlangten. Für den BOH-YC hieß es: das erste Mal die Leistungsdichte der 1. Liga live einordnen. Mit den Ergebnissen 6/3/5/1 fand das Team gut in den Spieltag, krönte den Freitag im letzten Rennen mit einem souveränen Laufsieg, dem ersten überhaupt für den Club in der 1. Liga. „Als Aufsteiger wussten wir vorher nicht so richtig wo wir stehen.“, so Kolja Paus am Freitagabend. „Wir sind bislang top zufrieden und freuen uns, dass wir in diesem starken Feld einen Laufsieg einfahren konnten.“
Der Samstag stand ganz im Zeichen einer nahezu vollständigen Flaute. Wettfahrten fanden den ganzen Tag über nicht statt. Der durchführende Münchener Ruder- und Segelverein (MRSV) zögerte nicht lange und bot den Bundesligateams seinen vereinseigenen Ruder-Achter an. Das Team des BOH-YC-ließ sich das nicht zweimal sagen und ging gemeinsam mit Crews anderer Vereine einmal im Achter auf den See. „Segel-Bundesliga und Ruder-Achter an einem Wochenende, das erlebt man nicht oft“, so Johannes Rösing. „Ein netter Perspektivwechsel an einem Tag, an dem der Wind zu Hause geblieben ist.“
Am Sonntag lieferte das Wetter dann alles, was der Samstag schuldig geblieben war. Mit 10 bis 12 Knoten starteten zunächst gute Wettfahrten, bevor ein kräftiges Gewitter mit Hagelschauer den Tag unterbrach. Nachdem die Front durchgezogen war ging es mit leichten und weiterhin stark drehenden Winden weiter. Für den BOH-YC galt es nun, mit einer guten Serie den Spieltag zu veredeln. Mit den Ergebnissen 2/5/3/4 gelang dem Team eine stabile und konstante Rennserie, mit der die am Freitag aufgebaute Tabellenposition abgesichert wurde. „In den Pausen zwischen den Flights haben wir uns mit Andreas zusammengesetzt und sind kurz die Rennen und taktische Entscheidungen durchgegangen“, so Jennifer Jost. „Dieses direkte Feedback von außen hat uns geholfen, konzentriert zu bleiben und jedes Rennen aufs Neue anzugreifen.“ Insgesamt konnten nach dem ausgefallenen Samstag acht Rennen pro Team absolviert werden.
Am Ende schließt der BOH-YC den ersten Spieltag auf dem neunten Gesamtrang als bester Aufsteiger ab. Den Spieltagssieg der 1. Liga holte sich der Joersfelder Segel-Club vor dem Mühlenberger Segel-Club und dem Potsdamer Yacht Club.
Das Wintertraining mit dem befreundeten WSV Giesbeek (NL) und weiteren NRW-Vereinen aus der Segelbundesliga hat sich für die Bocholter also ausgezahlt. „Wir haben gezeigt, dass wir hier hingehören. In die 1. Liga!“, fasste Coach Andreas Hengstermann das Wochenende zusammen. Michael Tenbensel ergänzt: „Als Aufsteiger mit einem Laufsieg und Platz 9 in die Saison zu starten, ist ein super Gefühl. Jetzt nehmen wir das Momentum mit ins Training und freuen uns auf den nächsten Spieltag.“
Der nächste Spieltag der Deutschen Segelbundesliga findet vom 1. bis 3. Mai 2026 statt, ausgerichtet vom Bayerischen Yacht-Club erneut auf dem Starnberger See. Der Bocholter Yachtclub ist entschlossen, auch dort wieder vorne mitzusegeln.
Fotos: DSBL / SailTracks












