Frieslandsegeln 2026 – 86 Seemeilen, viel Wind und jede Menge neue Erfahrungen
In der ersten Woche der Sommerferien ging es für uns mit 29 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum Frieslandsegeln nach Sneek. Besonders erfreulich war in diesem Jahr die große Zahl an Anfängern und Neulingen. Viele von ihnen haben in dieser Woche enorme Fortschritte gemacht und Erfahrungen gesammelt, die auf dem Aasee so kaum möglich sind.
Start in eine abwechslungsreiche Segelwoche
Bereits am Freitag bezogen wir unsere Unterkünfte. Von Ferienhäusern und Apartments über Campingplätze und Wohnmobile bis hin zu eigenen Booten war alles vertreten. Trotz der unterschiedlichen Unterkünfte fand man sich jeden Abend zusammen, tauschte sich aus und ließ die Erlebnisse des Tages Revue passieren.
Der Samstag begann mit einer ausführlichen Einweisung. Wie funktioniert der Motor? Was ist in den Kanälen zu beachten? Wie legt man den Mast? Nachdem alle wichtigen Themen besprochen waren, starteten wir zu unserem ersten Törn nach Terherne.
Der Wind war nicht zu stark, aber kräftig genug für einen gelungenen Segeltag. Unterwegs begegneten wir bereits den ersten großen Schiffen. Gerade für unsere Anfänger war das ein beeindruckendes Erlebnis. In Terherne angekommen, stärkten wir uns bei Kaffee und Gebäck, bevor es zurück nach Sneek ging. Am Abend trafen wir uns zum gemeinsamen Grillen, Kennenlernen, Spielen und für viele gute Gespräche.
86 Seemeilen zwischen Kanälen, Seen und Brücken
Die folgenden Tage brachten deutlich mehr Wind mit sich. Häufig starteten wir bereits mit dem ersten oder sogar dem zweiten Reff. Für viele waren das Bedingungen, die sie bisher noch nicht kennengelernt hatten. Gleichzeitig waren genau diese Erfahrungen besonders wertvoll.
Insgesamt legten wir rund 86 Seemeilen zurück. Unsere Törns führten uns unter anderem nach Terherne, Langweer, Eernewoude und durch die Stadt Sneek. An einem Tag machten die Jugendlichen einen Ausflug in das Hallenbad nach Joure. An einem anderen Tag führte ein Törn mit Zwischenstopp bei Rufus über die friesischen Gewässer.
Für einen beeindruckenden Anblick sorgte unsere zweite Fahrt nach Terherne. Dabei kamen wir am Regattafeld der Plattbodenschiffe vorbei. Das gesamte Feld war von zahlreichen ankernden Booten umgeben, deren Besatzungen das Spektakel verfolgten. Die vielen traditionellen Schiffe unter Segeln boten ein beeindruckendes Bild und zeigten eindrucksvoll, welche Bedeutung der Segelsport in Friesland hat.
Bei bestem Sommerwetter stand außerdem ein Törn nach Sneek auf dem Programm. Dabei mussten wir mehrfach die Masten legen und zahlreiche Brücken passieren. Teilweise lagen wir dabei flach im Boot, um unter den niedrigen Durchfahrten hindurchzukommen. Auch das Kreuzen in den engen Kanälen gehörte dazu und führte gelegentlich zu mehr als zwanzig Wenden hintereinander. Spätestens dort wurde jedem bewusst, dass Segeln durchaus ein anspruchsvoller Sport ist. Gerade diese Mischung aus herausfordernden Manövern, perfektem Sommerwetter und der besonderen Atmosphäre der friesischen Wasserwege machte den Törn nach Sneek zu einem der Highlights der Woche.
Damit alle möglichst viele Erfahrungen sammeln konnten, wurden die Crews täglich neu zusammengestellt. So segelte jeder einmal mit jedem und konnte von den Erfahrungen der anderen profitieren.
Spannender Abschluss auf dem Sneeker Meer
Den sportlichen Höhepunkt der Woche bildete unsere Abschlussregatta auf dem Sneeker Meer. Der Kurs führte um die Insel und zu verschiedenen Tonnen. Hier konnten alle zeigen, was sie in der Woche in den Bereichen Navigation, Bootsbeherrschung und Segeltrimm gelernt hatten.
Besonders spannend war das enge Ergebnis:
Zwischen dem ersten und dem letzten Boot lagen am Ende lediglich 14 Minuten. Nach der Regatta trafen wir uns auf Start Island zur Siegerehrung. Dort wurden Preise verteilt, gemeinsam gegessen und auf die gelungene Woche angestoßen.
Gemeinschaft auch an Land
Auch abseits des Wassers wurde es nie langweilig. Nach den Tagestouren trafen wir uns in kleinen Gruppen, saßen gemütlich zusammen und ließen die Erlebnisse des Tages Revue passieren. Dabei wurden Erfahrungen ausgetauscht, die besten Manöver diskutiert und natürlich auch das ein oder andere Getränk gemeinsam genossen.
Daneben blieb Zeit für verschiedene Aktivitäten. So wurde unter anderem das Leinenwerfen geübt, während andere einfach die entspannte Atmosphäre genossen. Bei ausgelassener Stimmung wurden auch immer wieder Klassiker wie „Laurentia“ ausgegraben und mit der passenden Tanzeinlage begleitet. Spätestens dabei wurden die beanspruchten Muskeln der vergangenen Segeltage noch einmal deutlich spürbar.
Zwischendurch bekamen wir außerdem Besuch von Vereinsmitgliedern, die für einen Tagesausflug vorbeikamen oder einfach einmal Hallo sagen wollten. Darüber haben wir uns jedes Mal sehr gefreut.
Am Freitagmorgen machten wir uns schließlich müde, aber zufrieden auf den Heimweg. Hinter uns lag eine Woche mit viel Wind, neuen Erfahrungen, großartigen Begegnungen und jeder Menge gemeinsamer Zeit auf dem Wasser. Die ersten Wünsche für das kommende Jahr wurden bereits geäußert. Damit steht fest: Die Planung für die nächste Frieslandwoche kann beginnen.











