Traditionelles Ansegeln und Pfingstregatta
Mit rund 60 Erwachsenen, 15 Kindern und 14 Booten startete der Bocholter-Yachtclub (BOH-YC) in Enkhuizen gemeinsam in die neue Segelsaison. Neben einer fairen Regatta standen vor allem Gemeinschaft, Austausch und ein entspanntes Miteinander im Mittelpunkt.
Mit dem traditionellen Ansegeln inklusive der dazugehörigen Dickschiffregatta wurde die neue Segelsaison am IJsselmeer eröffnet. Rund 60 Erwachsene und 15 Kinder reisten mit insgesamt 14 Booten an und sorgten für einen lebendigen, zugleich entspannten Auftakt in die neue Segelsaison. Bereits am Samstag trafen die Crews nach und nach im Hafen von Enkhuizen ein. Bei wenig Wind, aber guten Bedingungen für Begegnungen und Gespräche, stand der erste Tag ganz im Zeichen des Ankommens.
Nachdem die Boote festgemacht waren, nutzten viele Teilnehmende die Gelegenheit, den Hafen und die Stadt Enkhuizen zu erkunden. Am Abend kam die gesamte Gruppe zu einem gemeinsamen Buffet zusammen. In lockerer Atmosphäre wurde gegessen, gelacht und lange zusammengesessen. Bei mildem Wetter wurde bereits über den kommenden Regattatag gesprochen. Auf einem der Boote war sogar Gesang zu hören, ein stimmungsvoller Ausklang des ersten Abends.
Für Sonntag war die Regatta geplant. Die Organisation der Wettfahrt lag in den Händen von Thomas Benning, der neben seiner eigenen Teilnahme auch die Durchführung der Regatta übernahm. Aufgrund der nahezu vollständigen Flaute musste der Start zunächst auf 13 Uhr verschoben werden. Die Geduld der Seglerinnen und Segler zahlte sich jedoch aus: Pünktlich zum geplanten Start setzte ein leichter Wind ein, sodass die Regatta schließlich doch noch gesegelt werden konnte.
Enge Entscheidungen auf dem Wasser
Dass auch Schwachwind-Bedingungen auf einer Regatta anspruchsvoll sein können, zeigte sich im gesamten Verlauf der Regatta. Es entwickelte sich ein faires und enges Rennen. Den Sieg sicherte sich das mit Frauenpower gespickte Team (4 Frauen, 2 Männer) um Thomas Benning mit der „Travella“. Knapp dahinter folgte die „Kika“ auf dem zweiten Platz. Das Boot war vom Yachtclub gechartert worden und wurde laut Skipper Martin Heisterkamp über weite Strecken von einer teilweise unerfahrenen Crew gesteuert, umso bemerkenswerter war das starke Ergebnis. Nur rund zwei Minuten später überquerte die „Tuimelaar“ mit Skipper René Hüing die Ziellinie und belegte damit den dritten Platz.
Nicht alle Teilnehmenden des Ansegelevents gingen bei der Regatta an den Start. Einige nutzten den Sonntag bewusst für andere Aktivitäten, verbrachten Zeit an Land oder gingen schwimmen. Nachdem auch das letzte Boot im Ziel war, kehrte Ruhe in den Hafen ein. Die Crews aßen auf ihren Booten zu Abend, bevor man sich gegen 21 Uhr zur Siegerehrung traf.
Gemeinschaft im Mittelpunkt
Der weitere Abend stand ganz im Zeichen der Gemeinschaft. Während die Kinder mit Gesellschaftsspielen und einer Wasserschlacht ihren eigenen Spaß hatten, kamen die Erwachsenen bei kalten Getränken an der Kombuys zusammen. Auch wer sich bisher noch nicht kannte, fand schnell Anschluss. So wurde das Ansegeln nicht nur sportlich, sondern auch menschlich zu einem gelungenen Auftakt in die neue Saison und sorgte für Vorfreude auf die kommenden Veranstaltungen des Bocholter Yachtclub.
Am Pfingstmontag machten sich die Boote bei strahlendem Sonnenschein auf den Rückweg in ihre Heimathäfen oder verlängerten ihren Törn und steuerten weitere Häfen an.
Ein besonderer Dank gilt Christoph Doods, der das Ansegeln auch in diesem Jahr wieder hervorragend organisiert hat, sowie allen Helferinnen und Helfern. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre ein solche Veranstaltung nicht möglich gewesen.
Foto: BOH-YC „Enkhuizen 5.jpeg“
Konzentrietes Gennackersegeln bei Leichtwind auf der Segelyacht Travella, Gewinnerin der diesjährigen Ansegel-Regatta des Bocholter-Yachtclub










